Thursday, January 12, 2006

Essay 2

Lisa Gastager 0120883
Tutorium zur Vorlesung „Einführung in die Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie“ WS 2005/06

Thema 3: Boas und Nachfolger
Charakterisiere den Ansatz der durch Boas inspirierten, nordamerikanischen Anthropologie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wodurch zeichnet sich eine relativistische Haltung in der anthropologischen Forschung aus und wie versuchten die NachfolgerInnen dieser Richtung diesen Ansatz weiterzuentwickeln?

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Zur Person

Franz Boas (1858 – 1942) war ein deutsch-amerikanischer Ethnologe, der einen enormen Einfluss auf die amerikanische Ethnologie hatte. Er war deutsch-jüdischer Herkunft und absolvierte daher seine, vorerst naturwissenschaftliche, Ausbildung in Deutschland. Er merkte jedoch schon bald, dass sein eigentliches, viel größeres Interesse vor allem der Ethnologie, aber auch der Geographie, galt. Seine erste Feldforschung betrieb er 1883 bei den Inuits auf den Baffin Islands in Kanada, mit dem Ziel, einen Vergleich der Geographie mit dem Wissen der Bewohner darüber, zu erforschen. Diese Forschungsreise stellte einen wichtigen Lebensabschnitt Boas dar, denn während dieser Zeit vollzog sich der endgültige Übergang zur Ethnologie, als der zukünftige Forschungsschwerpunkt Boas. Franz Boas emigrierte später in die USA, wo er zum Begründer des Kulturrelativismus wurde.
[1]

Begriffserklärung des Kulturrelativismus

Der Kulturrelativismus entstand als Gegenströmung zum Evolutionismus des 19. Jahrhunderts, dem er Ethnozentrismus, Vergleiche und die Konzentration auf bzw. Spekulation über die Vergangenheit vorwirft. [2] Kulturen können, nach Ansicht der Kulturrelativisten, nicht miteinander verglichen oder aus dem Blickwinkel anderer Kulturen bewertet werden. Kulturelle Phänomene können nur im eigenen Kontext betrachtet werden und von Innen heraus verstanden werden. [3] [4]
Betont der Evolutionismus beispielsweise den Unterschied zwischen höheren und niedrigeren, entwickelten und weniger entwickelten Gesellschaften, so betont der Kulturrelativismus die gleichen Fähigkeiten aller Menschen, die jedoch vom Kontext und der Umwelt geprägt und geformt werden. Bestimmte Verhaltens- und Umgangsformen müssen daher immer im Zusammenhang mit dem vorhandenen Sozial- und Wertesystem und dem Kulturverständnis der jeweiligen Kultur, betrachtet werden. [5]
Auch fasst der Kulturrelativismus andere Kulturen als Ganzheit auf. (= Holismus) Kultur wird daher als funktionales Ganzes und vom Menschen Gelebtes verstanden. [6]
Boas vertrat sowohl einen starken, als auch einen schwachen Kulturrelativismus. Der Unterschied dieser beiden Formen liegt grundsätzlich darin, dass der starke Kulturrelativismus die Unterschiede zwischen den Kulturen verabsolutiert und der schwache nicht. Für die Anhänger des starken Kulturrelativismus ist die Besonderheit jeder einzelnen Kultur und Gruppe so groß, dass die Unterschiede zu Anderen kaum überbrückbar sind.
Der Schwache Kulturrelativismus betont zwar ebenfalls die Besonderheiten in jeder Kultur, weist jedoch auch auf die parallel dazu existierenden Gemeinsamkeiten hin. [7]

Wichtigste Ansätze Franz Boas

Die zentrale Grundposition von Franz Boas stellt, wie oben bereits erwähnt, der Kulturrelativismus dar. Mit Boas entstand auch das Verständnis einer Kultur im engeren Sinn. Unter Kultur im „engerem Sinn“ versteht man ein spezifisches Weltbild von Gesellschaften und Gruppen und den damit verbundenen Praktiken.
Boas vertrat vehement die Ansicht, dass “die weiße Rasse“ anderen Rassen intellektuell nicht übergeordnet ist und lehnte generell jegliche Art der biologischen Basis für Kultur ab. Kultur ist laut Boas, unabhängig von der “Rasse“. [2]

Franz Boas wendete sich zwar von der „armchair anthropology“ ab und betrieb einige Feldforschungen, war jedoch kein Meister darin. Was man heute unter einer guten Feldforschung versteht wurde nicht in der Boas Tradition entwickelt, sondern in der Britischen. Dennoch ging Boas einen wichtigen Schritt in Richtung Feldforschung. Zu den zwei wichtigsten zählen einerseits die Feldforschung bei den Inuits auf den Baffin Islands in Kanada und andererseits die bei den Kwakiutl, einer großen indianische Gruppe der Nord-West Küste Nordamerikas. [8] [9]

Im Vordergrund seiner Arbeit stand die Sprache. Boas Grundannahme bildet dabei die These, dass Kultur wie Sprache sei. Genauso wenig wie man eine Sprache versteht, die man nicht gelernt hat, kann man laut Boas auch eine Kultur nicht verstehen, zu der man nicht gehört. [8]

Ein weiterer Ansatz Boas war der „Four Field Approach“, der von ihm entwickelt wurde und für die Erforschung von Kulturen wichtig ist. Es handelt sich dabei um die vier Bereiche der biologischen-, archäologischen-, linguistischen- und soziokulturellen Anthropologie.

Franz Boas schrieb im Laufe seines Schaffens zahlreiche Bücher, von denen „The Mind of Primitive Man“, „Primitive Art“, „Anthropology and Modern Life“ und „Race, Language and Culture“ zu seinen Hauptwerken zählen.

Generationen bzw. Nachfolger Boas

Boas hatte großen Einfluss auf die folgenden Generationen und viele seiner Ansätze wurden von seinen Schülern übernommen und/oder weiterentwickelt.

Zur ersten Generation der Schüler Boas zählen Alfred Kroeber (1876–1960) und Robert Lowie (1883–1957). Der Unterschied der Beiden liegt darin, dass Kroeber ein Vertreter des starken Kulturrelativismus war, Lowie hingegen einen schwachen Kulturrelativismus betrieb. [7]
Alfred Kroeber versuchte die Ansätze Boas aus einer kritischen Sichtweise zu verfestigen und zu stärken. Er betonte das Konzept der „Key Symbols“ und war der Meinung, dass jede Kultur bestimmte Schlüsselsymbole hat.
Robert Lowie betonte vor allem, dass nichts zeitlos und die Geschichte stets zu beachten sei und war dadurch der Erste, der das historische Verständnis in die amerikanische Anthropologie einführte. [10]

Zur zweiten Generation der Schüler Boas zählen Ruth Benedict (1887–1948), Margaret Mead (1901–1978) und Edward Sapir (1884–1939)

Edward Sapir setze gemeinsam mit Benjamin Whorf Boas Ansicht über Kultur fort und sie entwickelten die „Linguistische Relativitätstheorie“. Die These, dass jede Sprache durch ihre starke Eigenlogik das Denken des Sprechenden prägt und dadurch die Wahrnehmung und auch die Wirklichkeit entscheidend durch die Sprache geprägt werden, wurde von Sapir entwickelt und von Whorf auf den Punkt gebracht. Eine Kritik daran ist aber zum Beispiel die Tatsache, dass Kleinkinder schon lange bevor sie sprechen können, wahrnehmen und erkennen können. Die Überbetonung der Sprache, so wie sie von den Beiden betrieben wurde, ist daher zu kritisieren.
Ruth Benedict und Margret Mead betrieben einen starken Kulturrelativismus, setzten sich hauptsächlich mit der Kultur und mit Persönlichkeitsstudien auseinander und werden stark mit der „Culture and Personality School“ in Verbindung gebracht. Auch fand der deutsche geistesgeschichtliche Einfluss auf die amerikanische Anthropologie bei Mead und Benedict seinen Höhepunkt. Mead beschäftigte sich mit Freud und seiner Psychoanalyse und Benedict setzte sich mit Nietzsche auseinander. Während von Benedict vor allem ihr Werk „Patterns of Culture“ ihren Haupteinfluss in der Ethnologie darstellt, ist es bei Mead das Buch „Coming of Age in Samoa“, das, zwar heftig umstritten und kritisiert, wahrscheinlich ihr bekanntestes Werk darstellt. [8] [10]

Zur dritten Generation der Schüler Boas zählen unter anderem George Peter Murdock, Julian H. Steward und Leslie A. White. Sie bilden eine Art Gegenbewegung des Kulturrelativismus. [11]

Kulturrelativismus aus heutiger Sicht

Aus heutiger Sicht ist der harte Kulturrelativismus skeptisch zu betrachten und zu kritisieren, da er die Unterschiede der verschiedenen Kulturen verabsolutiert und die Grenzen zwischen ihnen unüberbrückbar setzt. Die Gemeinsamkeiten werden dadurch zu wenig bzw. gar nicht beachtet und durch diese Abgrenzung ist der Kulturrelativismus in gewisser Weise auch ethnozentrisch. Ein schwacher Kulturrelativismus scheint daher aus heutiger Sicht vernünftiger und angemessener zu sein, da er auf die Besonderheiten, aber eben auch auf die Gemeinsamkeiten, der Kulturen eingeht. [7]

Aber der Kulturrelativismus generell kann heute keine tragfähige Theorie mehr sein, da er einen grundlegenden Selbstwiderspruch enthält. „Er formuliert eine These mit generellem Geltungsanspruch, was nach seiner eigenen Prämissen nicht zulässig ist. Zudem schließt er die Möglichkeit echter Gemeinsamkeiten, d.h. die einzige plausible Begründungsbasis für interkulturelle Verständigung aus“ [12]
Er kann jedoch als Appell gelten und dazu aufrufen, sich kritisch mit der Urteilsbildung über andere Kulturen, Gesellschaften, Religionen etc. auseinanderzusetzen. Viel zu oft wird das „Andere“ und dadurch das „Fremde“ mit Vorurteilen behaftet und als minderwertig, zweitrangig und schlechter angesehen.

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Quellen vgl.:
[1] Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: Franz Boas. Ethnologe ● Anthropologe ● Sprachwissenschaftler. Ein Wegbereiter der modernen Wissenschaft vom Menschen, 1992, Wiesbaden: Reichert, S 12

[2] Barnard, Alan: History and Theory in Anthropology, 2000, Cambridge University Press, S 101

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturrelativismus am 14.12.2005

[4] Digruber, Daniela und Ben Lassoued, Andrea: Tutorium zu Vorlesung Einführung in die Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie, WS 2005/06, am 10.12.2005

[5] http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~tkirrste/kulturrelativismus.html am 14.12.2005

[6] Hirschberg, Walter: Neues Wörterbuch der Völkerkunde, 1988, Dietrich Reimer Verlag, S 274

[7] Gingrich, Andre: Einführung in die Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie, WS2005/06, am 11.01.2006

[8] Gingrich, Andre: Einführung in die Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie, WS2005/06, am 09.11.2005

[9] http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~tkirrste/franz_boas.html am 14.12.2005

[10]www.pensis.net/documente/11mitschriften_Ethno/VO-Geschichte.d.Ethnologie-WS2003-B.Travis.pdf am 14.12.2005, VO 11

[11]www.pensis.net/documente/11mitschriften_Ethno/VO-Geschichte.d.Ethnologie-WS2003-B.Travis.pdf am 14.12.2005, VO 12

Quellen Zitate:
[12] Fischer, Hans: Ethnologie: Einführung und Überblick, 1998, Reimer Verlag, 4 überarbeitete Auflage, S 41


Thursday, November 24, 2005

Essay 1

Lisa Gastager 0120883
Tutorium zur Vorlesung „Einführung in die Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie“
WS 2005/06

Thema 4: Èmile Durkheim

Welche Spezifika seines Werkes machen Durkheim zu einem wichtigen Einflussgeber der anthropologischen (bzw. sozialwissenschaftlichen) Theorienbildung des 20. Jahrhunderts? Worin bestehen die Neuerungen im Denken Durkheims, die spätere Forschungsrichtungen inspirierten?

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Émile Durkheim (1858 – 1917) war ein französischer Sozialwissenschaftler, der die gesamten Sozialwissenschaften in Europa revolutionierte. Er legte in Westeuropa die Grundlagen dafür, dass die Kultur- und Sozialanthropologie eine Nähe zu den übrigen Sozialwissenschaften - Soziologie, Politikwissenschaften, Teile der Linguistik, etc. - entwickelte. Durkheim wird, neben Karl Marx und Max Weber, oft auch als Gründervater der europäischen Anthropologie genannt. [1] Er war in den letzten Jahrzehnten nicht nur für die Religionsethnologie, sondern für die Ethnologie allgemein, sehr entscheidend. [2]


Èmile Durkheim gründete 1898 die erste französische sozialwissenschaftliche Zeitschrift „Année Sociologique“, die zur Grundlage der Durkheim-Schule wurde. Das Revolutionäre an der „Année Sociologique“, an der sich viele Wissenschaftler beteiligten, war die Interdisziplinarität. [3]


Den Mittelpunkt in Durkheims Werk bildet die Frage nach dem Wesen der Gesellschaft.
Die Gesellschaft übt laut Durkheim eine besondere Macht über den Menschen aus, und hat trotz der Tatsache, dass sie ein Produkt der Menschen ist, eine Existenz über ihnen. Das Individuum, das in eine schon lange vor ihm bestehende Gesellschaft hineingeboren wird, empfängt seine Sprache und Denkweise von ihr. Die Gesellschaft hat daher ein eigenes Leben und muss als eigenständige Kategorie untersucht und verstanden werden. Durkheim geht der Frage nach, was eine Gesellschaft zusammenhält und sie zu einer Einheit macht und inwieweit es Unterschiede in den industrialisierten und nicht-industrialisierten Gesellschaften gibt.


Seiner Meinung nach beruht der Zusammenhalt einer Gesellschaft auf der Solidarität der Mitglieder. Durkheim vergleicht Mikro- und Makroethnien, die zwei unterschiedliche Kategorien des Zusammenhalts aufweisen. In den Mikroethnien, das heißt in den wenig differenzierten, einfachen Gesellschaften, beruht die Solidarität auf emotionalen Bindungen der Individuen. Es handelt sich dabei um eine mechanische Solidarität, in der der Zusammenhalt auf die Religion aufbaut. Im Gegensatz dazu stehen die Makroethnien, die arbeitsgeteilten, industrialisierten Gesellschaften, in denen sich die Solidarität auf der gegenseitigen Abhängigkeit aufbaut. Aufgrund der Arbeitsaufteilung kommt es zu einer immer stärker werdenden Spezialisierung der Berufe, durch die die Menschen mehr und mehr auf die Zusammenarbeit mit anderen angewiesen sind. Diese Form der Solidarität bezeichnet Durkheim als organische Solidarität.
In seinem Werk „De la division du travail social“ (1893) schrieb er über diese soziale Arbeitsteilung und die unterschiedlichen Faktoren, auf denen die Solidarität beruht. [4] [5]


Ein weiteres wichtiges Konzept Durkheims ist die Dichotomie von Sakral und Profan, als Ausgangspunkt jeder Religion. [6] Durkheim, der selbst aus einer religiösen Familie stammt, wendet sich später von der Religion ab und macht so die Wandlung vom Sakralen zum Profanen selbst durch. [3]
In seinem Werk „Les formes élémentaires de la vie religieuse“ (1912) beschäftigt er sich mit der Frage nach dem Ursprung religiöser Ideen. Um das Wesen der Religion und ihre Funktion zu verstehen und zu entdecken, analysiert er den Totemismus, Animismus, Rituale, Mythen und andere “primitive“ Glaubensvorstellungen. Er kam zu dem Entschluss, dass die Quelle der Religion in dem Kollektivbewusstsein der Gesellschaft liegt. [7] [8] Religion ist daher laut Durkheim „an eminently collective thing“ [9] Er ist der Meinung, dass Religion ein System von Glaubensvorstellungen ist, das in den Bereich des „Heiligen“ gehört. Profane Dinge, die nicht von übernatürlichen Kräften beeinflusst werden, können nur hin und wieder mittels Ritualen in den Bereich des Sakralen wechseln. [10]
Seine Theorie, es gäbe in jeder Gesellschaft einen Gegensatz zwischen Sakralem und Profanem, ist aus heutiger Sicht überholt, da es sich hierbei um keine Universale handelt.


Auch die Analyse des Selbstmordes zählt zu den Hauptuntersuchungen Émile Durkeims. In seinem Werk „Le suicide“ (1897) untersucht er die unterschiedlichen Selbsttötungsraten unter Katholiken und Protestanten, jungen und alten Menschen, etc. und kam zu dem Schluss, dass diese unter den verschiedenen Gruppen variieren. Durkheim bestand darauf, dass man beim Studium des Selbstmordes nicht nur die psychologischen Faktoren berücksichtigen dürfe, da der Charakter, der Glaube und das Verhalten der Menschen stark von der jeweiligen Gesellschaft geprägt und beeinflusst werden. Selbstmord ist daher sowohl eine soziale Erscheinung als auch ein individueller Akt.
Laut Durkheim gibt es vier Arten des Selbstmordes: den egoistischen, anomischen, altruistischen und fatalistischen Selbstmord. Wenn sich eine Person nicht ausreichend in eine Gesellschaft integriert fühlt und sich aus diesem Grund das Leben nimmt, spricht man von einem egoistischen Selbstmord. Anomischer Selbstmord tritt dann auf, wenn die Gesellschaft dem Individuum nicht genug Vorschriften bzw. Regeln und keine ausreichende Führung gibt. Das Individuum fühlt sich dadurch nicht als Teil der Gesellschaft sondern als Außenseiter. [7] Durkheim ist jedoch der Meinung, der Anomie vorbeugen zu können „…whenever interdependent organs are sufficiently in contact and sufficiently extensive. If they are close to each other, they are readily aware, in every situation, of the need which they have of one-another, and consequently they have an active and permanent felling of mutual dependence.”[11] Das Gegenteil der Anomie, nämlich eine zu enge Integration und die Forderung, sein eigenes Leben aufzugeben, kann zum altruistischen Selbstmord führen. Eine zu starke soziale Kontrolle kann daher laut Durkheim auch gefährlich sein. [7]


Èmile Durkheim hat durch seine Konzepte und Theorien und durch seinen Standpunkt, dass soziologische Tatbestände wie Naturobjekte zu erforschen seien, auf unterschiedliche Weise sowohl den britischen Funktionalismus (Bronislaw Malinowski, Alfred Radcliffe-Brown, etc.), als auch den französischen Strukturalismus (Lévi-Strauss, etc.) geprägt. [6] [12]
Er gilt daher als der Begründer der struktural-funktionalen Sozialanthropologie und nimmt bis heute einen wichtigen Platz in der Anthropologie ein, auch wenn man einigen seiner Ansätze kritisch gegenüberstehen sollte.

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Quellen vgl.:
[1] Gingrich, Andre: Einführung in die Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie, WS2005/06, am 16.11.2005
[2] Fischer, Hans: Ethnologie: Einführung und Überblick, 1998, Reimer Verlag, 4 überarbeitete Auflage, S. 231
[3] Digruber, Daniela und Ben Lassoued, Andrea: Tutorium zu Vorlesung Einführung in die Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie, WS 2005/06, am 18.11.2005
[4] Fischer, Hans: Ethnologie: Einführung und Überblick, 1998, Reimer Verlag, 4 überarbeitete Auflage, S. 231/232
[5] Streck, Bernhard: Wörterbuch der Ethnologie, 1987, Dumont Taschenbücher, S. 26
[6] Hirschberg, Walter: Neues Wörterbuch der Völkerkunde, 1988, Dietrich Reimer Verlag, S. 105/06
[7]http://www.faculty.rsu.edu/%7Efelwell/Theorists/Durkheim/index.htm#Printable%20Versi on am 16.11.2005
[8] http://www.faculty.rsu.edu/%7Efelwell/Theorists/Durkheim/DurkheimBooks.htm#Major am 16.11.2005
[10] http://www.ethno.unibe.ch/downloads/leitfaden_religionsethno.pdf am 16.11.2005
[12] Gingrich, Andre: Kapitel 11. „Wege zur trankskulturellen Analyse. Über die Paradigmenwechsel euro-amerikanischer Sozial- und Kulturanthropologie im 20. Jahrhundert“ aus Erkundungen: Themen der Ethnologischen Forschung, 1999, Bóhlau Wien, S. 178, 182

Quellen Zitate:
[9] http://www.faculty.rsu.edu/%7Efelwell/Theorists/Durkheim/DurkheimBooks.htm#Major am 16.11.2005 (aus dem Buch von Èmile Durkheim (translated by J. W. Swain.): The Elementary Forms of the Religious Life, 1954 (1912), New York: The Free Press.)

[11] http://durkheim.itgo.com/anomie.html am 16.11.2005 am 16.11.2005 (aus dem Buch von Èmile Durkheim: The Division of Labor in Society, 1972, S. 184)

Tuesday, November 08, 2005

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